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Als Zahlungsbedingungen (oder Zahlungskonditionen, engl. terms of payment) werden die Bedingungen bezeichnet, mit denen eine Rechnung zu begleichen ist. Sie sind Bestandteil des dazu gehörenden Kaufvertrages und werden je nach Marktmacht vom Lieferanten und/oder vom Kunden festgelegt. Die Zahlungsbedingungen bestimmen den Zeitpunkt der Zahlung, die Verteilung der Kosten auf Verkäufer und Käufer sowie die Art und Weise der Zahlung. Zusätzlich können weitere Konditionen, z.B. Preisnachlässe bei vorzeitiger Zahlung (Skonto), Wertstellung (Valuta) usw. vereinbart werden. Inhaltsverzeichnis - Zahlungen
- Zahlungsfristen
- Vorteile für den Kunden
- Nachteile für den Kunden
- Vorteile für den Lieferanten
- Nachteile für den Lieferanten
- Beispiele für Zahlungsbedingungen
- Weblinks
Zahlungen Zahlung bedeutet die Übermittlung eines Entgelts, eines Geschenks oder einer Spende - in der Regel für eine Warenlieferung, eine Dienstleistung oder Überlassung von Rechten. Die Zahlung eines Rechnungsbetrages ist Teil der Erfüllung eines Vertrages gemäß dem BGB. Das Zahlungsziel ist das Ende der Frist bis zum Termin der Fälligkeit, vereinbart durch die Zahlungsbedingungen. Bei vorzeitiger Zahlung oder Vorauszahlung kann ein Skontoabzug angeboten werden. Kleinbeträge, vor allem im Einzelhandel, werden in der Regel mit Bargeld oder mit Kreditkarten bezahlt. Für eine vertragliche Leistung können beispielsweise folgende Zahlungsarten vereinbart werden: - Abschlagszahlung
- Vorauszahlung
- Schlusszahlung
- Teilschlusszahlung.
Zahlungen können erfolgen durch: - Bargeld
- auch Nachnahme (Barzahlung gegen Aushändigung der Ware durch einen Boten oder Transportführer)
- Geldkarte (Chipgeld)
- Scheck (Barscheck, Verrechnungsscheck, Orderscheck)
- Überweisung durch ein Kreditinstitut (von Konto zu Konto)
- Dauerauftrag (Auftrag an ein Kreditinstitut zur Überweisung einer gleich bleibenden Summe zu bestimmten Terminen)
- Zahlkarte (Bareinzahlung zur Gutschrift auf ein Konto)
- Postanweisung (Bareinzahlung mit anschließender Barauszahlung an den Empfänger)
- Datenträgeraustauschverfahren
- Kreditkarte
- Debitkarte
- Lastschrifteinzugsverfahren
- Lastschriftdauerauftrag (Auftrag an ein Kreditinstitut, eine Lastschrift in gleich bleibender Summe zu bestimmten wiederkehrenden Terminen auszuführen)
- Abbuchungsauftrag
- Wechsel
- Scheck-Wechsel-Verfahren (Umkehrwechsel)
- Akkreditiv (im Export).
Zahlungsfristen Bei der Gewährung bzw. Inanspruchnahme von Lieferantenkredit sind folgende Fristen zu unterscheiden: - Valutafrist
- Skontofrist
- Zielfrist
- Skontobezugsspanne
- Verzugsfrist
- Umschlagsdauer.
Die Valutafrist entsteht dadurch, dass die Rechnung auf einen bestimmten Zeitpunkt nach der Lieferung datiert (valutiert) wird. Die Skontofrist gibt an, bis wann vom Rechnungsbetrag Skonto abgezogen werden darf. Innerhalb der Valuta- und Skontofrist wird der Lieferantenkredit unentgeltlich gewährt. Die Zielfrist (das Zahlungsziel) gibt an, bis wann der Rechnungsbetrag spätestens ohne Abzug von Skonto fällig ist. In der Regel sind Zahlungsfristen so festgelegt, dass es für den Kunden betriebswirtschaftlich sinnvoll ist, die Rechnung am letzten Tag der Skontofrist nach Abzug des Skontos zu bezahlen. Falls der Kunde zu diesem Zeitpunkt nicht zahlungsfähig ist, kann er noch die so genannte Skontobezugsspanne ( = Zahlungsziel - Skontofrist) ausnutzen und muss keinen Bankkredit für die Begleichung der Rechnung in Anspruch nehmen. Wenn der Kunde das vereinbarte Zahlungsziel überschreitet, ergibt sich eine Verzugsfrist, d. h. ein erzwungener Lieferantenkredit. Die Summe der jeweiligen Fristen ist die Umschlagsdauer der Forderungen (engl. Days Sales Outstanding) bzw. Verbindlichkeiten. Vorteile für den Kunden - Der Kunde hat Zeit, die Ware und die Rechnung zu prüfen
- Der Kunde bleibt im Rahmen der Zahlungsfrist liquide (zahlungsfähig)
- Durch die Einhaltung der Skontofrist spart der Kunde je nach Skontosatz mehr oder minder viel Zinsen, die Verbindlichkeit wird verringert
- Lieferanten sind bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit nicht so streng wie Banken.
Nachteile für den Kunden - Durch die Inanspruchnahme der Zahlungsziele wird der Kunde von seinen Lieferanten abhängig, weil der Lieferantenkredit in Güterform gewährt wird
- Die Ausnutzung von Zahlungszielen ist in der Regel teurer als ein Bankkredit.
Vorteile für den Lieferanten - Durch die Gewährung von Skonto erhält der Lieferant den Gegenwert seiner Forderungen früher und verbessert damit seine Liquidität
- Durch den früheren Zahlungseingang sinkt das Risiko des Forderungsausfalls
- Der Zahlungseingang ist eher absehbar und planbar
- Kunden berücksichtigen mögliche Skonti, Skontofristen, Valutafristen und Zahlungsziele bei Angebotsvergleichen bzw. der Lieferantenbewertung.
Nachteile für den Lieferanten - Die Zahlungsmoral mancher Kunden ist schlecht
- Der Lieferant muss die Ware vorfinanzieren.
Beispiele für Zahlungsbedingungen - 10 Tage - 3 %, 30 Tage netto (bis zu zehn Tage kann der Kunde 3 % Skonto abziehen, ansonsten ist die Zahlung nach 30 Tagen ohne Abzug fällig)
- 7 Tage - 2 %, 20 Tage netto
- sofort - 2 %, 14 Tage netto
Weitere Beispiele sind die Verpflichtung des Schuldners zu Halbbarzahlung, Anzahlung, Ratenzahlung, Nachnahme, Vorkasse, Barzahlung oder Überweisung.
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