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Skonto PDF Drucken E-Mail

Skonto ist ein prozentualer Preisnachlass auf den Rechnungsbetrag bei Zahlung innerhalb einer bestimmten Frist oder bei Barzahlung. Das Skonto wird daher auch als Barzahlungsrabatt bezeichnet. Der Skontosatz beträgt üblicherweise zwei bis drei Prozent des Rechnungsbetrages.

Inhalt:
  • Skontobasis
  • Merkmale
  • Skontieren oder Zahlungsziel ausnutzen?
  • Skontokalkulation
  • Beispiel
  • Skontomodifikation
  • Skonto als Verzugszinserlass
  • Weblinks

Skontobasis

Die Skontobasis ist nicht unbedingt der volle Rechnungsbetrag, sondern nur der reine Materialkostenanteil. Fertigungskosten sind Lohnarbeit und "dürfen" wie Wartungsrechnungen nicht skontiert werden, was allerdings nur ein Brauch ist und keiner gesetzlichen Grundlage unterliegt. Grundsätzlich ist Skonto frei verhandelbar, wobei sinnvollerweise die Skontobasis ausgewiesen werden sollte. Der Skontosatz kann sich auf den Brutto-Umsatz (mit Umsatzsteuer) oder auf den Netto-Umsatz (ohne Umsatzsteuer) beziehen. Weitgehend üblich ist die Brutto-Skontierung.

Merkmale

Die Zahlungsbedingung „innerhalb von 8 Tagen abzüglich 2 % Skonto, innerhalb von 30 Tagen rein netto“ bedeutet: bei Begleichung der Rechnung innerhalb der Skontofrist von 8 Tagen dürfen 2 Prozent des Rechnungsbetrages abgezogen werden. Der Umsatzsteuerbetrag reduziert sich entsprechend. Wartet man mit der Bezahlung länger als 8 Tage, dann ist der volle Rechnungsbetrag fällig. Lässt sich der Schuldner mehr als 30 Tage Zeit, sind Verzugszinsen und eventuell Mahnkosten zu zahlen. Wird das Skonto nach Ablauf der Skontofrist abgezogen, kann der Lieferant den Betrag vom Kunden nachfordern.

Skontieren oder Zahlungsziel ausnutzen?

Die Inanspruchnahme der Skontofrist stellt einen kurzfristigen unentgeltlichen Lieferantenkredit dar. Rechnet man den Skontoabzug im Vergleich zur Zeit, ergibt sich ein sehr hoher Zinssatz pro Jahr. Im Regelfall sollte man daher versuchen, immer zu skontieren. Für Rechnungsempfänger kann es sogar von Vorteil sein, einen Bankkredit aufzunehmen, um den Vorzug eines Skontos auszunutzen.

Skontokalkulation

Das Skonto ist Bestandteil der Einstandspreiskalkulation. Der Betrag vor Skontoabzug ist der Zielverkaufspreis, der Preis nach Skontoabzug ist der Barverkaufspreis:

  • Barverkaufspreis = Zielverkaufspreis · (1 - Skontosatz)
  • Zielverkaufspreis = Barverkaufspreis : (1 - Skontosatz)

Beispiel

Zielpreis = 100,00 €/ME, Skontosatz = 3 %

  • Barverkaufspreis = 100 €/ME · (1 - 0,03) = 97 €/ME
  • Zielverkaufspreis = 97 €/ME : (1 - 0,03) = 100 €/ME

Skontomodifikation

Die Skontosätze werden in der Praxis nur selten modifiziert. Gründe:

  • Die Senkung einmal gewährter Skontosätze ist gegenüber den Kunden schwer durchzusetzen
  • Die Erhöhung der Skontosätze wird von den Lieferanten unterlassen, weil sie schwer rückgängig zu machen ist.

Skonto als Verzugszinserlass

Skonto kann man auch als Verzugszinserlass auffassen: Der Rechnungsbetrag enthält bereits Verzugszinsen, die bei Einhaltung der Skontofrist abgezogen werden dürfen.

%Verzinsungssatz p.a. = (Zielverkaufspreis / Barverkaufspreis - 1) * 100 * (360 / Zahlungsziel - Skontofrist)

Weblinks

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